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Rituale zum Loslassen

Loslassen ist eines der essentiellsten Themen am Weg zu einem friedvollen und glücklichem Leben?

Klarer Fall. Und dennoch ist Loslassen für viele schon ein Reizwort, da gerade in schwierigen Lebenssituationen, das Festhalten an alten Verhaltensmustern und gewohnten Denkweisen, doch viel einfacher zu sein scheint! Der wohlgemeinte Rat: „Lass doch einfach los“ wird so gerne verwendet wie: „denk einmal positiv“. Die Umsetzung ist jedoch oft leichter gesagt als getan. Denn diese Weisheiten bringen uns, wenn wir uns Mitten in einem Konflikt befinden, eher zur Verzweiflung, da wir meist nicht wissen wie.

Das „Mysterium“ Loslassen ist so Facettenreich und in seiner Anatz- und Lösungsweise (fast) so umfangreich wie das Leben selbst.

Um das Loslassen besser zu verstehen, und vor allem, über die Gefühlsebene wahrzunehmen, ist es hilfreich, das Gegenteil einmal genauer zu beleuchten.

Loslassen –  hat immer mit dem Fluss des Lebens und freien Energien zu tun.

Festhalten –  zeigt sich oft durch blockierte Energien bis hin zum Stillstand.

Die Gewohnheit des Festhaltens

„Alles, was wir festhalten, hält auch uns fest!“

Die Liste der Dinge und Situationen, die wir gerne festhalten ließe sich unendlich fortsetzen:

Das Festhalten an unliebsamen Eigenschaften, Ansammlungen von unnützen Gegenständen, automatisierte Glaubenssätze, Denkweisen und Verhaltensmuster sowie die daraus entstehenden Einstellungen und Werte…

Vieles davon bringt uns in den unterschiedlichsten Lebensbereichen natürlich auch Sicherheit und gibt uns einen vertrauten Handlungsspielraum.

Wenn wir jedoch zu Sammlern und „Klammerern“ an dem so liebgewordenen Ballast werden, platzen wir bald, wie überfüllte Schränke und Schubladen, aus allen Nähten.

Wir geraten ins Stocken. Werden bewegungsunfähig und fühlen uns eng. Zu der Enge kommen dann oftmals noch Ängste dazu, wo wir die Ursache nicht mehr erkennen können, da wir übervoll an Ansammlungen (alter) Lebenslasten sind.

Ein weiteres, oft unbewusstes Gesicht des Festhaltens, ist der Antrieb, andere Menschen und Situationen kontrollieren zu wollen. Zerstörerische Verhaltensweisen zu erschaffen, um damit ständig neue Gefühlsdramen zu kreieren. Erwartungen an Menschen, so zu sein, wie wir es für richtig halten. Nicht zu vergessen, die Erwartungen und der Perfektionsanspruch an uns Selbst, denen wir oftmals nicht gerecht werden können, da wir uns die Latte zu hoch gelegt haben.

Die Möglichkeiten, sich das Leben durch unentwegtes Festhalten zur Qual zu machen, sind unerschöpflich.

Dazu eine treffende Geschichte:

Jemand erzählte mir, wie geschickte Jäger im Urwald Affen fangen. Sie flechten einen stabilen Korb mit einer kleinen Öffnung so groß, dass die Hand eines Affen in den Korb fassen kann. In den Korb legen sie, was Affen gern fressen. Den Korb binden sie in einen Baum fest. Es dauert nicht lange, dann kommt ein Affe, greift sich die Frucht im Korb und sitzt fest. Die Faust ist zu dick für die kleine Öffnung. Er ist gefangen. Um sein Leben zu retten, müsste er die Frucht loslassen. Er würde sofort seine Freiheit erhalten. Aber er will die Frucht behalten und verliert sein freies Leben. Also, loslassen zahlt sich allemal aus, um wieder frei zu sein!

Die Kunst des Loslassens

Was bedeutet Loslassen? Und vor allem: wie funktioniert es?

Auch hier ist jeder Mensch gefordert seine eigenen Varianten zu finden. Erfahrungsgemäß bringt uns das Verstehen, dass wir gewisse Dinge loslassen sollten, zwar zur Einsicht. Wenn wir den Prozess des Loslassens jedoch nicht mit allen Sinnen wahrnehmen, integrieren, und nicht spüren können, bleibt es meist bei der mentalen Wahrnehmung.

Loslassen beginnt immer mit der achtsamen Wahrnehmung eigener Verhaltensweisen und Denkstrukturen sowie der aktiven und bewussten Entscheidung, sich von ausgedientem und hinderlichem (Lebens)Ballast zu verabschieden.

Wenn wir etwas loslassen wollen, sollten wir es nicht bekämpfen. Denn Kampf erzeugt Druck – und Druck erzeugt immer Gegendruck.

Die Natur ist wie bei so vielen Themen ein tolles Vorbild. Wenn wir im Garten die reifen Früchte ernten, lassen sie sich leicht von den Bäumen und Sträuchern pflücken. Unreifes Obst lässt sich nicht so leicht loslösen.

Daher ist auch immer ein gewisser Reifegrad, echte Bereitschaft und vor allem Geduld notwendig, um das Loslassen auf allen Ebenen zu vollziehen.

Loslassen heißt das Leben vertrauensvoll geschehen zu lassen, statt es mit Gewalt kontrollieren zu wollen.

Tipps zum Loslassen

Beginne eine Liste aller Lebensbereiche anzulegen und notiere alles, was du loslassen und verabschieden möchtest. Notiere alles was dir einfällt, und beschäftige dich jeden Tag ein wenig damit.

Um herauszufinden, was für ein gesundes, glückliches und erfülltes Leben hinderlich ist, erfordert es in erster Linie Achtsamkeit und einen ehrlichen Umgang mit sich Selbst.

Anregungen zur „Loslass-Liste“:

In welchen Lebensbereichen

  • bewerte, kritisiere ich Andere oder mich Selbst?
  • fühle ich mich als „Opfer“ der Umstände?
  • fühle ich mich nicht gut genug?
  • kontrolliere ich Andere oder mich Selbst?
  • empfinde ich Groll, Wut und kann/will nicht verzeihen?
  • erlebe ich (oft) Enttäuschungen?
  • bin ich unbeweglich/starr?

Welche Erlebnisse der Vergangenheit kommen mir häufig in den Sinn?

Welche Gewohnheiten, Gedanken, Einstellungen hindern mich an der Leichtigkeit?

Manchmal ist auch eine kreative Beschäftigung mittels Bildcollagen und Farben ein hilfreiches Instrument, um sich Dinge und Eigenschaften bewusst zu machen, die man loslassen möchte.

In der Zeit, in der du dich intensiv mit deiner Loslass-Liste beschäftigst, empfehle ich dir, auch deinen Wohn- und Arbeitsbereich zu entrümpeln und dich von allen „Altlasten“ zu trennen.

Wie Innen – so Außen und umgekehrt.

Rituale zum Loslassen

Mache dir die Situationen und Eigenschaften deiner Liste noch einmal bewusst, und spüre nochmal nach, wie sich all das in deinem Leben ausgewirkt hat.

Erst durch die Akzeptanz und die Dankbarkeit der daraus entstandenen Entwicklung, kann das Loslassen funktionieren.

Um Altes loszulassen, gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon ist die Transformation durch das Feuer: Verbinde dich mit der Flamme und Bitte es um Unterstützung bei der Transformation deiner hinderlichen Muster, Glaubenssätze, Emotionen, etc.. Meditiere eine Weile vor der Flamme und Verbrenne alles, was du zuvor in ganzer Emotion aufs Papier gebracht hast. Danach bedanke dich bei dem Feuer mit einem Räucherwerk. z.B. ein bisschen Weihrauch.

Ein weiterer, sehr hilfreicher Weg, ist das Loslassen mit Hilfe eines Naturgegenstandes. Suche einen Stein, einen Zapfen, einen kleinen Ast, etc. mit der Intension und Bitte der Reinigung und des Loslassens. Formuliere innerlich eine Bitte, dass dich ein Gegenstand aus der Natur unterstützen möge. Wenn du einen Gegenstand gefunden hast, suche dir einen Platz in der Natur (z.B an einen Fluss) und übergib gedanklich und über deinen Atem alle Emotion, die du gerne verabschieden möchtest, dem Gegenstand.Du kannst auch alle Emotionen in diesen Gegenstand einhauchen. Sollten Tränen da sein, benetze diesen Gegenstand mit deinen Tränen. Dann bedanke dich aus vollem Herzen und übergib diesen Stein/Zapfen/Ast/ dem fließenden Wasser. Das Wasser hat die Eigenschaft und die Kraft, negative, gestaute und hinderliche Energien sowie Altlasten zu reinigen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Baden in fließendem Gewässer, am besten im Meer. Das Salzwasser hat enorme Reinigungskraft. Auch ein Fußbad mit Salzwasser kann Wunder bewirken, wenn man angestaute Energien und Altes loslassen möchte.

Zuletzt, um die Elemente komplett zu nennen, hat auch der Wind eine sehr starke, hilfreiche, und klärende Kraft. Speziell negative und starre Gedankenenergien kann man gut dem Wind übergeben. All das, passiert immer mit einer dankbaren und demütigen Haltung gegenüber der Kräfte der Natur und dem Vertrauen und Hingabe an die Macht der Elemente.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten und Rituale sich mit dem reinigenden Loslassen zu beschäftigen. Kontaktiere mich, wir finden eine passende und stimmige Möglichkeit für dich!

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