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Spiritueller Hochglanz oder natürlicher Tiefgang?

Mein kritischer Blick auf Social Media

Ich persönlich beobachte in den letzten Monaten verstärkt ein „sich Überschlagen“ in der spirituellen Szene. Im speziellen auf Social Media.

Seit der P.andemie, wurde es besonders laut um die spirituelle Szene im Netz.

Nachdem ich seit 2020  nach meiner Mama-Pause nun wieder beruflich aktiv bin, bin ich gleichzeitig Akteurin und Beobachterin im allgegenwärtigen Netz.

Zuvor begleitete mich Social Media in meinen beruflichen Aktivitäten nur am Rande. Vor 2010 war es noch gefragt und beliebt, präsent anzubieten.

Jetzt kommt es mir fast so vor, als wäre ein Leben ohne Social Media – im Business nicht mehr möglich. Kostenlose Angebote werden gerne konsumiert. Manch Idee wird gerne übernommen, dann geht’s weiter zum nächsten Freebie.

Fast jeder Mensch hat eine weitere (Smartphone) Intelligenz als Armverlängerung und als stete Entscheidungshilfe parat.

Selbst in der spirituellen Szene ist es undenkbar, nicht im Netz sichtbar zu sein.

Sich zu präsentieren. Ob hochsensibel oder nicht. EGAL. Ohne Sichtbarkeit und perfekt in Szene gesetzt, geht es nicht mehr zur Sache. Man bleibt sonst im grauen, unsichtbaren Feld.

Grundsätzlich bin ich sehr offen für Veränderung und Fortschritt. Ja, ich bin auf den Social Media Zug aufgesprungen. Schon vor 2010.

Ist Social Media ein „Hochgeschwindigkeitszug“?

Doch er fährt mittlerweile als Hochgeschwindigkeitsgefährt, bei dem man die Natur nur noch schemenhaft wahrnimmt. Die Zeit ist zu knapp, um Menschen persönlich, Face to Face einschätzen oder spüren zu können. Es entscheidet der Algorithmus, ob jemand für dich stimmig ist, oder nicht.

Wenn ich das Business-Zeitrad nur 10 Jahre zurückdrehe, dann waren durchaus einige Akteure und Expertinnen mit einem spürbaren Backround am Markt – mit einschlägigen Angeboten.

Momentan schlägt mir der Algorithmus fast nur noch Expertinnen und Experten vor, die teilweise fast idente Angebote mit austauschbaren Hochglanzbildern präsentieren.

  • Ob Yoga, HPS, soulfood, shamanic wisdom, Kräuterkunde oder Mental Health.
  • Oder spirituelle Kunst, Geistige Botschaften, Human Design, Channeling oder Womans Health.

Natürlich mit Vlog, Blog oder Podcast. Das versteht sich von selbst.

Es wird kopiert, was das Zeug hält 😉

An manchen Tagen musste ich schon lachen, da ich (fast) den gleichen Text, bei mehreren Personen zu lesen vorfand. Der Druck unter den VorreiterInnen ist offensichtlich schon so groß, die Reichweite zu behalten, dass kopiert wird, was das Zeug hält. Ok, manchmal wird schon ein wenig umformuliert 😉

Ich selbst fand mich schon bei großen Kanälen kopiert mit meinen Inhalten.

Achtsame Präsenz und Umgang im Netz

Worauf ich eigentlich hinaus wollte?

Auf spirituellen Hochglanz oder natürlichen Tiefgang. Oder BEIDES?

Ich schreibe diesen Text, weil ich mit meiner Präsenz auf Social Media noch achtsamer sein möchte. Meinen Umgang damit.

Will ich mich nach einem Algorithmus richten? Mir aufdrängen lassen, was und wer für mich interessant ist?

Willst du das?

Mein Innerstes sehnt sich nach tiefer, getragener, erdiger sowie gleichzeitig hochschwingender Spiritualität:

  • Einlassen
  • Eintauchen
  • Fühlen
  • Sich konfrontieren – mit den (eigenen) Facetten der Wut, der Scham, des Neids, der Traurigkeit, usw.
  • Echte Transformation und Transzendenz – sich in das höchste Bewusstsein einschwingen
  • In Verbundenheit SEIN mit dem Leben, der Urkraft, mit Himmel und Erde, den Elementen
  • Im Fluss und im Moment sein
  • Inspiriert sein – durch das Leben selbst, die geistige Welt und den Kosmos, die Natur.
  • Mit der Natur leben. Sozial – auch ohne Media 😊

Was ich auf Social Media beobachte:

(ich weiß, es klingt wertend und wahrscheinlich sind Teile davon auch in mir zu finden. Würde ich es ja sonst nicht thematisieren 😉)

  • Rezitierte Zitate und Ansammlungen von Weisheiten
  • Aufgemaltes, glitzerndes Marketing (kopierte Symbolik)
  • Geschmückte, teils maskierte und künstliche Erkennungsmerkmale
  • Oberfläche streichelnd und Glanz poliert
  • Stets lächelnd, freudestrahlend und positiv (denkend)
  • Überlagernde Affirmation– Verschönerung und Dekoration

Wenn ich den Feed durchscrolle, sehe ich als Beilspiel mindestens 5 „Ritualexpertinnen“, die schon seit fast einem Jahr ihre 6-monatige Onlineausbildung abgeschlossen haben. Oder dergleichen.

Spirituell zu sein ist „in“ und für das Marketing ein „must“ geworden.

In die schwarz/weiß Falle getappt?

Ich bewege mich in dieser Szene seit bald 20 Jahren.

Im Augenblick erlebe ich einen inneren Social Media-Konflikt, den ich mit dir teilen mag.

Offensichtlich bin ich in die „schwarz / weiß Falle“ getappt.

In die „entweder / oder“ Frage.

Dabei bin ich doch diejenige, die sonst gerne empfiehlt: „sowohl als auch.“

 „Alles hat seine Berechtigung.“ Das richtige Maß und die nötige Achtsamkeit 😊

Um nun wieder versöhnlich zu sein:

Manchmal finde ich es witzig und unterhaltsam. Oft bin ich übersättigt und frage mich, wo heutzutage das „natürliche Business“ stattfindet?

Habe ich in meiner verlängerten Mama-Pause etwas Wesentliches versäumt?

Ich kenne offensichtlich nur zwei Extreme.

Entweder präsent ODER online.

Okay, manches klang heute ein wenig überspitzt. 😉

Wie geht es dir mit diesen Themen?

Mich würde jedoch wirklich interessieren: WIE siehst du diese Thematik?

Was ist dein Anspruch an ein spirituelles, bewusstes Leben?

Nutzt du Social Media, um dich zu inspirieren?

Ich persönlich brauche Social Media nicht, um spirituell zu sein.  😉

Obwohl ich es nicht ausschließen möchte, auch im richtigen Maß einen achtsamen Austausch zu pflegen, tolle Impulse zu konsumieren und sich (gegenseitig) zu inspirieren.

Ich bin ja auch selbst Anbieterin von bewussten Inhalten (auch via Social Media).

Was ich im Augenblick auch bei vielen meiner Kunden wahrnehme ist, dass der Fokus auf eine eigene, bewusste positive Wahrnehmung und Realitätsbildung sehr schwer fällt, da die Aufmerksamkeit oft zersplittert ist.

Es fällt schwer, in der Mitte zu bleiben, sich auf wesentliche Werte zu fokussieren. Auf das, was eigentlich angestrebt werden möchte.

Die „Wahrheiten“ im Außen sind zu verlockend, um seiner eigenen Stimme zu vertrauen.

Wie geht es dir mit diesen Themen?

  • Was ist dein persönlicher Antrieb, als bewusster, spiritueller Mensch?
  • Am Weg  zurück zu dir selbst?
  • Was ist dein Anspruch an ein spirituelles, bewusstes Leben?

Ich bin gespannt auf dein Feedback!

Herzlich,

Petra

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4 Antworten

  1. Hallo Petra, ich kann wirklich nachvollziehen was du schreibst. Ich habe auch das Gefühl, dass gerade die Inhalte, die eigentlich Weichheit und Weiblichkeit vermitteln sollten, mehr nach „höher, schneller, weiter“ klingen. Danke für deine Sichtweise! Lg, Manu

    1. Hallo liebe Manu, danke für dein Feedback 🙂 Ja, das Gefühl: „höher, schneller, weiter“ entsteht bei mir auch relativ oft. Es entsteht manchmal mehr Leistungsdruck als sich in „seine eigene Form zu entwickeln“ um natürlich zu wachsen. Alles Liebe, Petra

  2. Liebe Petra, da sprichst du ein wichtiges Thema an. Ja ist ist anspruchsvoll, in der Mitte zu bleiben (und immer wieder dahinzukommen), wenn von aussen Diverses via Social Media an mich herangetragen wird und ich gleichzeitig als Unternehmerin auch noch das Gefühl bekomme, ich selbst hätte einen Zug verpasst. Der Weg zurück zu mir selbst ist für mich immer die Orientierung am Atem. Das deckt auch alle Ansprüche, die ich an ein spirituelles Leben entwickeln könnte, denn der Atem verbindet mich körperlich-geistig-seelisch und nährt meine Intuition.

    1. Hallo liebe Susanne, danke für deine Sichtweise und dein Feedback. Ja in der Mitte zu bleiben fällt nicht immer leicht. Manchmal ist es offensichtlich wichtig, eine Seite besonders stark zu fühlen und zu erkennen, um sich dann wieder in die goldene Mitte einschwingen zu können😅 Vor allem sich selbst zu spüren und treu zu bleiben. Der Atem ist dabei, wie du sagst, ein enorm wichtiges Instrument. 🙏
      Alles Liebe, Petra

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Hallo, mein Name ist Petra Bosch-Simcic.

Seit mehr als 15 Jahren begleite ich Menschen auf ihren individuellen Lösungs- und Herzenswegen.

Meine Arbeitsweise reicht von der Lebens- und Sozialberatung über langjähriges schamanisches Arbeiten und Lernen im In- und Ausland bis hin zum mentalen Training und energetischen Tools.

Gerne begleite ich dich in deinem eigenverantwortlichen Weg, in dein Erblühen und deine Größe!

So leisten wir zusammen einen Beitrag für eine heilere Welt, ein neues und gesundes Bewusstsein auf dieser Erde.

Ich freue mich darauf, wenn auch wir ein Stück gemeinsam gehen – auf Augenhöhe!

Herzlich, Petra

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